Die Abläufe im Gesundheits­wesen werden immer komplexer, gleichzeitig fehlt es an Zeit und Geld. Daher rücken Risikobewusstsein, Fehler­management und Fragen der Qualität in den Mittelpunkt.
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Zu aktuellen Themen der Patientensicherheit werden laufend Arbeitsgruppen etabliert. Die Ergebnisse werden vor Veröffentlichung innerhalb der Plattform präsentiert und diskutiert.
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Patientensicherheit, Fehler­management, Kommunikation ... nur wenig davon wird derzeit in der klassischen Ausbildung für Mediziner gelehrt. Umso wichtiger sind passende Angebote für Interessierte.
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Mündige Patienten sind ein zentrales Thema in einem sicheren Gesundheitssystem.
Nur wer gut informiert ist, kann auch aktiv seinen Beitrag zu einer erfolgreichen Behandlung leisten.
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Aktuelle Themen

Austrian Patient Safety Award an sieben Projekte vergeben

Insgesamt sieben Projekte wurden am 07.11.2017 im Rahmen der Tagung: „Speak-Up! Wenn Schweigen gefährlich ist“ bei einer feierlichen Verleihung mit dem Austrian Patient Safety Award der Österreichischen Plattform Patientensicherheit ausgezeichnet.

© Rüdiger Ettl

Tagung: "Speak-Up! Wenn Schweigen gefährlich ist"

Das Jahr 2017 steht für die Österreichische Plattform Patientensicherheit ganz im Zeichen der Kommunikation im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen – dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und der Stiftung für Patientensicherheit – organisierte die Plattform Patientensicherheit den 3. Internationalen Tag der Patientensicherheit am 17.09.2017. Mit der Initiative "Speak-Up! Wenn Schweigen gefährlich ist" möchten wir Kolleginnen und Kollegen ermutigen, zu reagieren und sich gegenseitig anzusprechen, wenn die Sicherheit von Patienten gefährdet scheint.

Aus diesem Anlass veranstaltete die Plattform Patientensicherheit gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin und der Medizinischen Universität Wien eine Tagung zum Thema „Speak-Up!“. Zahlreiche ExpertInnen haben sich dem Thema "Speak Up!" intensiv gewidmet und interessante Projekte vorgestellt. Im Rahmen der Tagung fand auch die feierliche Preisübergabe des Austrian Patient Safety Awards 2017 statt.

Termin: 7. November 2017 | 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Van Swieten Saal, Van Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Safetyline

Sicherheitszentrum für Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich

MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Pflegebereich werden häufig mit belastenden Ereignissen und Krisen konfrontiert. Ohne Unterstützung oder strukturelle Nachbearbeitung sind Krisen im beruflichen Umfeld oft schwer bewältigbar. So können psychische Belastungen bei Betroffenen zu körperlichen Symptomen, subjektivem Überlastungsgefühl bis hin zu „Burn Out“, aber auch zu Unzufriedenheit und personeller Fluktuation am Arbeitsplatz führen. All das kann letztlich auch die Sicherheit von PatientInnen, KlientInnen und BewohnerInnen gefährden.

Die Österreichische Plattform Patientensicherheit beschäftigt sich nun schon seit vielen Jahren mit dem Thema Kommunikation im Gesundheitswesen und hat gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin, das Projekt „SafetyLine“ initiiert.

3. Internationaler Tag der Patientensicherheit 17. September 2017

"Speak Up! - Wenn Schweigen gefährlich ist"

Das Jahr 2017 steht für uns ganz im Zeichen der Kommunikation im Gesundheitswesen. Unter dem Motto "Speak Up! Wenn Schweigen gefährlich ist" waren Kolleginnen und Kollegen aller Berufsgruppen und Hierarchiestufen eingeladen, einen Beitrag zur PatientInnen- und MitarbeiterInnensicherheit zu leisten und sichtbar zu machen, was sie bisher schon alles gleistet haben.

Alle Gesundheitseinrichtungen – von Krankenhäusern über Pflegeheime, Apotheken, Ambulatorien, Rehabilitationszentren bis hin zu Arztpraxen – waren eingeladen mitzumachen!

Der 3. Internationale Tag der Patientensicherheit war wieder international aufgesetzt und eng mit unseren PartnerInnen aus Deutschland » und der Schweiz » abgestimmt.

"Speak Up!" hat zum Ziel, in konkreten Situationen die Sicherheit von PatientInnen zu gewährleisten. Auch PatientInnen sollen für das Thema sensiblilisiert und animiert werden, aktiv Sicherheitsbedenken zu äußern. Die Initiative "Speak Up!" soll gemeinsam mit anderen Maßnahmen einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der PatientInnnen- und MitarbeiterInnensicherheit leisten.

Der Aktionstag fand am 17. September 2017 und in der darauf folgenden Woche statt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: www.tagderpatientensicherheit.at » (Link)

Critical Incident Reporting Systeme (CIRS)

Berichts- und Lernsysteme - oder auch Critical Incident Reporting Systeme (CIRS) - sind aus der Krankenhauslandschaft nicht mehr wegzudenken.

Die Österreichische Plattform Patientensicherheit freut sich, Ihnen nun eine Handlungsempfehlung für die Einrichtung und den Betrieb eines Berichts- und Lernsystemes (CIRS) zu präsentieren.

Erstmals haben hier ExpertInnen aus Österreich (Österreichische Plattform Patientensicherheit), Deutschland (Aktionsbündnis Patientensicherheit) und der Schweiz (Patientensicherheit Schweiz) zusammengearbeitet und eine praxisnahe Handlungsempfehlung erstellt.

"Speak Up!" hat zum Ziel, in konkreten Situationen die Sicherheit von PatientInnen zu gewährleisten. Auch PatientInnen sollen für das Thema sensiblilisiert und animiert werden, aktiv Sicherheitsbedenken zu äußern. Die Initiative "Speak Up!" soll gemeinsam mit anderen Maßnahmen einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der PatientInnnen- und MitarbeiterInnensicherheit leisten.

Aktuelle Veranstaltungen

JUBILÄUMSTAGUNG -
10 JAHRE Österreichische Plattform Patientensicherheit

Digitalisierung & Medikationssicherheit
Chancen, Risiken und Anwendungen

Der Megatrend Digitalisierung hat das Gesundheitswesen komplett erfasst und ist auch im Bereich der Patientensicherheit nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Deshalb steht das Jahr 2018 für uns ganz im Zeichen der Digitalisierung. Die Aktionswoche rund um den Tag der Patientensicherheit sowie Arbeitsgruppen, Handlungsempfehlungen und Kommunikationsarbeit zum Thema runden die Initiativen ab, die international aufgesetzt und eng mit den Partnerorganisationen aus Deutschland und der Schweiz abgestimmt sind.

Mit unserer Expertentagung am 21. November 2018, auf welcher Projekte und Strategien zum Spannungsfeld „Digitalisierung und Medikationssicherheit“ präsentiert werden, möchten wir aufzeigen, wie digitale Technologien und die Vernetzung digitaler Daten die Patienten- und Mitarbeitersicherheit verbessern können. Unser Ziel ist es, Leuchtturmprojekten der Patientensicherheit eine Bühne zu bieten sowie rechtliche, ethische und soziale Aspekte zu diskutieren.

Termin: 21. November 2018
Veranstaltungsort: Eagle HomeOne, Eschenbachgasse 9, 1010 Wien

Round Table: "Gender & Identity"

Angeregt durch die rege Teilnahme an unserer letzten Tagung am 26. April 2018 zum Thema „Gewaltfreies Arbeiten im Gesundheitswesen“, dürfen wir Sie herzlich zur nächsten Veranstaltung der Vienna Medical Encounters (Veranstaltungsreihe, die vom Institut für Ethik und Recht in der Medizin, der Österreichischen Plattform Patientensicherheit und der Medizinischen Universität Wien ins Leben gerufen wurde) zum Thema Gender & Identity einladen!

Termin: 6. Juni 2018, 17:00 bis 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum „Alte Kapelle“, Spitalgasse 2-4, Hof 2.8, 1090 Wien

Im Round Table diskutieren erfahrene Fach-Expertinnen und -Experten aus unterschiedlichen Bereichen über Themen wie Transgender, Intersexualität, geschlechterspezifische und interethnische Gewalt uvm.

Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, bitten wir um Anmeldung unter: stefanie.machata@univie.ac.at

Tagung: "Gewaltfreies Arbeiten im Gesundheitswesen.
Zwischen Patient-Empowerment und Grenzen der Medizin"

In letzter Zeit haben Medienberichte immer wieder die Gewaltbereitschaft in österreichischen Krankenhäusern thematisiert. Aggression und Gewalt zählen mittlerweile zum Berufsalltag vieler MitarbeiterInnen in allen Berufsgruppen des Gesundheitswesens und werden oftmals als Berufsrisiko hingenommen. Die angespannte Situation in den Gesundheitseinrichtungen - Zeitdruck sowie hohe Arbeitsüberlastung - bieten zusätzlich Nährboden für ein angespanntes Klima.

Gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin und den Vienna Medical Encounters veranstalteten wir am 26.04.2018 eine Tagung im Van Swieten Saal der Medizinischen Universtität mit dem Titel: "Gewaltfreies Arbeiten im Gesundheitswesen - zwischen Patient Empowerment und Grenzen der Medizin".

Die Präsentationen zum Nachlesen finden Sie unter folgendem Link »

Projekte

Gebärdensprachdolmetscher am Display

Erstmalige flächendeckende Gesundheitsversorgung gehörloser Menschen durch mobil einsetzbares Videodolmetschen

Im September 2015 startete die Plattform Patientensicherheit ein Pilotprojekt, bei dem GebärdensprachdolmetscherInnen erstmals mittels einer mobilen Anwendung auf Smartphones und Tablets zugeschaltet werden konnten. Das Projekt wurde vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) gefördert.

Die Motivation hinter der Entwicklung des neuen Service war vor allem die Tatsache, dass in Österreich immer wieder Dolmetsch-Anfragen von den zuständigen Vermittlungszentralen abgelehnt werden müssen. Dies liegt einerseits an dem starken Mangel an ausgebildeten DolmetscherInnen und andererseits an der durch Anreise und Bürokratie verlorengegangenen Zeit vor bzw. nach einem Dolmetsch-Termin. Somit beschränkte sich die Verwendung von GebärdensprachdolmetscherInnen bisher hauptsächlich auf die notwendigsten Kommunikationssituationen im Leben der gehörlosen Bevölkerung. Die mobile Anwendung sollte dies nun ändern. Ein spontaner Arztbesuch, ein Kundengespräche in der Bank, eine Bürgerauskunft auf der Gemeinde - genau dort soll die mobile Anwendung, wenn kein Präsenzdolemtscher zur Verfügung steht, zukünftig eingesetzt werden.

AMEDISS (Austrian Medication Safety Strategy)
Tool zur Förderung der Patientensicherheit - von der Verordnung bis zur Verabreichung

Eine Initiative der Österreichischen Plattform Patientensicherheit in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und der Leopold Franzens Universität Innsbruck (LFU), Institut für Pharmazie

Das AMEDISS Tool ist eine Strategie mit einem systemischen Ansatz zur Selbsteinschätzung der Medikationspraxis in Spitälern sowie zum besseren Verständnis wichtiger Bereiche, die zur Vermeidung von Medikationsfehlern beitragen können und somit die Patientensicherheit erhöht. Zudem zielt AMEDISS darauf ab, mehr Kosteneffizienz durch Optimierung der Medikationsprozesse zu erreichen.