Die Abläufe im Gesundheits­wesen werden immer komplexer, gleichzeitig fehlt es an Zeit und Geld. Daher rücken Risikobewusstsein, Fehler­management und Fragen der Qualität in den Mittelpunkt.
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Zu aktuellen Themen der Patientensicherheit werden laufend Arbeitsgruppen etabliert. Die Ergebnisse werden vor Veröffentlichung innerhalb der Plattform präsentiert und diskutiert.
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Patientensicherheit, Fehler­management, Kommunikation ... nur wenig davon wird derzeit in der klassischen Ausbildung für Mediziner gelehrt. Umso wichtiger sind passende Angebote für Interessierte.
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Mündige Patienten sind ein zentrales Thema in einem sicheren Gesundheitssystem.
Nur wer gut informiert ist, kann auch aktiv seinen Beitrag zu einer erfolgreichen Behandlung leisten.
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Aktuelle Themen & Veranstaltungen

© Dr. Maria Kletecka-Pulker

JUBILÄUMSTAGUNG -
10 JAHRE Österreichische Plattform Patientensicherheit

Macht Digitalisierung unser Gesundheitssystem sicherer?

Der Megatrend Digitalisierung hat das Gesundheitswesen komplett erfasst und ist auch im Bereich der Patientensicherheit nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Deshalb steht das Jahr 2018 für uns ganz im Zeichen der Digitalisierung.

Die Schnittstellen von Digitalisierung und Patientensicherheit sind vielfältig. Roboter und roboterassistierte Systeme, Telemedizin sowie E-Health sind längst keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern Alltag in der Patientensicherheit. Das bringt viele Chancen, aber auch neue Fragestellungen.

Auf unserer Expertentagung am 21. November 2018, die unter dem Ehrenschutz des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz sowie der Medizinischen Universität Wien stand, wurden Projekte und Strategien zum Thema: „Macht Digitalisierung unser Gesundheitssystem sicherer?“ präsentiert. Wir möchten aufzeigen, wie digitale Technologien und die Vernetzung digitaler Daten die Patienten- und Mitarbeitersicherheit verbessern können, aber auch auf die Gefahren aufmerksam machen. Unser Ziel ist es, Leuchtturmprojekten der Patientensicherheit eine Bühne zu bieten sowie rechtliche, ethische und soziale Aspekte zu diskutieren.

Im Anschluss fand anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens eine Podiumsdiskussion zum Thema "Vision Zero 2040" statt. Die Plattform Patientensicherheit ist nunmehr seit 10 Jahren im Österreichischen Gesundheitswesen tätig und konnte zahlreiche Ideen und Initiativen umsetzen. Zahlreiche Gesundheitseinrichtungen haben nunmehr als zentralen Punkt in ihrem Leitbild die Patientensicherheit festgeschrieben. Allerdings braucht es noch weitere zahlreiche Maßnahmen, um die Zahl der Geschädigten durch unerwünschte Ereignisse drastisch zu reduzieren. Experten und Entscheidungsträger diskutierten gemeinsam, ob und wie es möglich ist, dieses Ziel zu erreichen.

Der Tag endete mit einem kleinen Sektempfang.

  • Termin: Mittwoch, 21. November 2018, 09:00 bis 19:00 Uhr
  • Ort: Wolke 19 im Ares Tower, Donau-City-Straße 11, 1220 Wien

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Sponsoren!

Philips
BD
Videodolmetschen
Roche
Deloitte
Compugroup
Microsoft
Medtronic
Novartis
Pajunk

10 Jahre Plattform Patientensicherheit – Meilensteine

Dr.in Brigitte Ettl, Dr.in Maria Kletecka-Pulker, Plattform Patientensicherheit

Wir blicken als Österreichische Plattform Patientensicherheit auf 10 Jahre Forschung, Vernetzung, Projekt- und Informationsarbeit zum Thema PatientInnen- und MitarbeiterInnensicherheit zurück. In einem immer komplexeren Gesundheitswesen rücken Risikobewusstsein, Fehlermanagement und Fragen der Qualität immer mehr in den Mittelpunkt – die Bedeutung der PatientInnensicherheit ist im letzten Jahrzehnt rasant gestiegen.

Die Österreichische Plattform Patientensicherheit wurde am 12.11.2008 im Zuge des Projekts EUNetPAS (7. EU-Rahmenprogramm) und auf Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit gegründet. Als Vorbilder galten die bereits in der Schweiz und Deutschland existierenden Vereinigungen. In dem letzten Jahrzehnt konnten wir im Bereich PatientInnensicherheit große Meilensteine erzielen: Handlungsempfehlungen, Checklisten und das kontinuierliche Kommunizieren der Schnittstellen und Bedeutung einer gelebten PatientInnensicherheit sind nur einige Beispiele dafür, was in dieser Zeit bewegt wurde. Unsere ExpertInnen stehen im fachlichen Austausch, z.B. im Rahmen von Arbeitsgruppen. Es werden gemeinsame wissenschaftliche Projekte durchgeführt sowie Publikationen und Empfehlungen ausgearbeitet. So konnten wir in allen unseren vier zentralen Themenbereichen – Patient Empowerment, Kommunikation, Medikationssicherheit und Hygiene – wichtige Tools entwickeln und in der Praxis etablieren.

Worauf wir besonders stolz sind: Wir sind ein unabhängiges Netzwerk, dem die wichtigsten Player des Gesundheitswesens angehören. Diesem Netzwerk – unseren Mitgliedern, FördererInnen und System­partnerInnen – danken wir für all die Unterstützung in den letzten zehn Jahren. Ohne solche Partnerschaften, das gegenseitige Vertrauen sowie die finanzielle und fachliche Unterstützung könnten wir unsere Arbeit nicht in dieser Qualität durchführen. Ein besonderes Dankeschön gilt den Mitgliedern unseres Vorstands, Kuratoriums und wissenschaftlichen Beirats sowie allen ExpertInnen, die uns in der operativen Arbeit unterstützen. Auch Herrn Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Ulrich Körtner schuldet die Plattform großen Dank dafür, dass er es ermöglich hat, uns an dem von ihm geleiteten Institut für Ethik und Recht in der Medizin anzusiedeln.

Vieles wurde in den letzten zehn Jahren erreicht. Dennoch können und wollen wir uns nicht zurücklehnen – es gibt noch viel zu tun, um unerwünschte Ereignisse zu minimieren und die Sicherheit der PatientInnen und MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen nachhaltig zu verbessern. 2018 haben wir den Fokus auf das Thema „Digitalisierung und Patientensicherheit“ gelegt. Wir möchten aufzeigen, wie digitale Technologien und die Vernetzung digitaler Daten die PatientInnen- und MitarbeiterInnensicherheit verbessern können. Unser Ziel ist es, Best Case Studies der PatientInnensicherheit eine Bühne zu bieten sowie rechtliche, ethische und soziale Aspekte zu diskutieren.

Wir blicken mit Stolz auf 10 Jahre zurück und freuen uns auf neue Projekte sowie neue herausfordernde Fragestellungen im Bereich PatientInnen- und MitarbeiterInnensicherheit.

10 Jahre Plattform Patientensicherheit – Meilensteine
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Stiftung Patientensicherheit Schweiz sucht Ärztin / Arzt (80 – 100 %)

Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz setzt sich für eine konstruktive und konsequente Sicherheitskultur im Gesundheitswesen ein. Gemeinsam mit anderen Akteuren im Bereich Public Health lanciert und realisiert die Expertenorganisation nationale Qualitätsprogramme sowie Forschungsprojekte zur nachhaltigen Erhöhung der Patientensicherheit.

Für die Leitung des nationalen Pilotprogramms «progress! Sichere Medikation in Pflegeheimen» suchen wir im Rahmen einer Nachfolgeregelung in unserer Geschäftsstelle in Zürich

eine Ärztin / einen Arzt (80 – 100 %)

Internationale Empfehlungen zu Digitalisierung und Patientensicherheit
„Herausforderungen der Digitalisierung nicht an Landesgrenzen gebunden“

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen in Deutschland und der Schweiz bringt die Österreichische Plattform Patientensicherheit zwei Empfehlungen zum Thema „Digitalisierung und Patientensicherheit“ heraus:

  • Die Handlungsempfehlung „Risikomanagement in der Patientenversorgung“ zeigt Herausforderungen und Lösungen der Digitalisierung für das Risikomanagement auf.
  • Die „Checkliste für die Nutzung von Gesundheits-Apps“ bietet Hinweise für Patientinnen und Patienten zum sicheren Umgang mit Apps.

Handlungsempfehlung "Risikomanagement in der Patientenversorgung"
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Checkliste für die Nutzung von Gesundheits-Apps
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Safetyline

Sicherheitszentrum für Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich

MitarbeiterInnen im Gesundheits- und Pflegebereich werden häufig mit belastenden Ereignissen und Krisen konfrontiert. Ohne Unterstützung oder strukturelle Nachbearbeitung sind Krisen im beruflichen Umfeld oft schwer bewältigbar. So können psychische Belastungen bei Betroffenen zu körperlichen Symptomen, subjektivem Überlastungsgefühl bis hin zu „Burn Out“, aber auch zu Unzufriedenheit und personeller Fluktuation am Arbeitsplatz führen. All das kann letztlich auch die Sicherheit von PatientInnen, KlientInnen und BewohnerInnen gefährden.

Die Österreichische Plattform Patientensicherheit beschäftigt sich nun schon seit vielen Jahren mit dem Thema Kommunikation im Gesundheitswesen und hat gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin, das Projekt „SafetyLine“ initiiert.

4. Internationaler Tag der Patientensicherheit 17. September 2018

"Digitalisierung und Patientensicherheit"

Digitalisierung hat das Gesundheitswesen erfasst und ist auch im Bereich Patientensicherheit nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Deshalb steht das Jahr 2018 für uns ganz im Zeichen der Digitalisierung.

Der 4. Internationale Tag der Patientensicherheit war wieder international aufgesetzt und eng mit unseren PartnerInnen aus Deutschland » und der Schweiz » abgestimmt.

Unter dem Motto: „Digitalisierung und Patientensicherheit“ waren alle Gesundheitseinrichtungen - von Krankenhäusern über Pflegeheime, Apotheken, Ambulatorien, Rehabilitationszentren bis hin zu Arztpraxen - eingeladen beim 4. Internationalen Tag der Patientensicherheit mitzumachen.

Der Aktionstag fand am 17. September 2018 und in der darauf folgenden Woche statt.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: www.tagderpatientensicherheit.at » (Link)

Critical Incident Reporting Systeme (CIRS)

Berichts- und Lernsysteme - oder auch Critical Incident Reporting Systeme (CIRS) - sind aus der Krankenhauslandschaft nicht mehr wegzudenken.

Die Österreichische Plattform Patientensicherheit freut sich, Ihnen nun eine Handlungsempfehlung für die Einrichtung und den Betrieb eines Berichts- und Lernsystemes (CIRS) zu präsentieren.

Erstmals haben hier ExpertInnen aus Österreich (Österreichische Plattform Patientensicherheit), Deutschland (Aktionsbündnis Patientensicherheit) und der Schweiz (Patientensicherheit Schweiz) zusammengearbeitet und eine praxisnahe Handlungsempfehlung erstellt.

Austrian Patient Safety Award an sieben Projekte vergeben

Insgesamt sieben Projekte wurden am 07.11.2017 im Rahmen der Tagung: „Speak-Up! Wenn Schweigen gefährlich ist“ bei einer feierlichen Verleihung mit dem Austrian Patient Safety Award der Österreichischen Plattform Patientensicherheit ausgezeichnet.

© Rüdiger Ettl

Tagung: "Speak-Up! Wenn Schweigen gefährlich ist"

Das Jahr 2017 steht für die Österreichische Plattform Patientensicherheit ganz im Zeichen der Kommunikation im Gesundheitswesen. Gemeinsam mit unseren internationalen Partnerorganisationen – dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und der Stiftung für Patientensicherheit – organisierte die Plattform Patientensicherheit den 3. Internationalen Tag der Patientensicherheit am 17.09.2017. Mit der Initiative "Speak-Up! Wenn Schweigen gefährlich ist" möchten wir Kolleginnen und Kollegen ermutigen, zu reagieren und sich gegenseitig anzusprechen, wenn die Sicherheit von Patienten gefährdet scheint.

Aus diesem Anlass veranstaltete die Plattform Patientensicherheit gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Recht in der Medizin und der Medizinischen Universität Wien eine Tagung zum Thema „Speak-Up!“. Zahlreiche ExpertInnen haben sich dem Thema "Speak Up!" intensiv gewidmet und interessante Projekte vorgestellt. Im Rahmen der Tagung fand auch die feierliche Preisübergabe des Austrian Patient Safety Awards 2017 statt.

Termin: 7. November 2017 | 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Van Swieten Saal, Van Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien

Projekte

Gebärdensprachdolmetscher am Display

Erstmalige flächendeckende Gesundheitsversorgung gehörloser Menschen durch mobil einsetzbares Videodolmetschen

Im September 2015 startete die Plattform Patientensicherheit ein Pilotprojekt, bei dem GebärdensprachdolmetscherInnen erstmals mittels einer mobilen Anwendung auf Smartphones und Tablets zugeschaltet werden konnten. Das Projekt wurde vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) und dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) gefördert.

Die Motivation hinter der Entwicklung des neuen Service war vor allem die Tatsache, dass in Österreich immer wieder Dolmetsch-Anfragen von den zuständigen Vermittlungszentralen abgelehnt werden müssen. Dies liegt einerseits an dem starken Mangel an ausgebildeten DolmetscherInnen und andererseits an der durch Anreise und Bürokratie verlorengegangenen Zeit vor bzw. nach einem Dolmetsch-Termin. Somit beschränkte sich die Verwendung von GebärdensprachdolmetscherInnen bisher hauptsächlich auf die notwendigsten Kommunikationssituationen im Leben der gehörlosen Bevölkerung. Die mobile Anwendung sollte dies nun ändern. Ein spontaner Arztbesuch, ein Kundengespräche in der Bank, eine Bürgerauskunft auf der Gemeinde - genau dort soll die mobile Anwendung, wenn kein Präsenzdolemtscher zur Verfügung steht, zukünftig eingesetzt werden.

AMEDISS (Austrian Medication Safety Strategy)
Tool zur Förderung der Patientensicherheit - von der Verordnung bis zur Verabreichung

Eine Initiative der Österreichischen Plattform Patientensicherheit in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) und der Leopold Franzens Universität Innsbruck (LFU), Institut für Pharmazie

Das AMEDISS Tool ist eine Strategie mit einem systemischen Ansatz zur Selbsteinschätzung der Medikationspraxis in Spitälern sowie zum besseren Verständnis wichtiger Bereiche, die zur Vermeidung von Medikationsfehlern beitragen können und somit die Patientensicherheit erhöht. Zudem zielt AMEDISS darauf ab, mehr Kosteneffizienz durch Optimierung der Medikationsprozesse zu erreichen.