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Corona Collaterals

Podcast

Die COVID-19-Pandemie ist die größte Gesundheitskrise seit der Spanischen Grippe von 1918. Seit Beginn wird vor Kollateralschäden der Krisenbewältigung gewarnt und erste negative Folgen sind bereits evident. Vor allem bei Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Das Austrian Health Forum, die Plattform Patientensicherheit und weitere Partner gehen in diesem Podcast » der Frage nach, wie es all jenen geht, die unser Gesundheitssystem auch außerhalb der Krise besonders dringend brauchen und nun viel weniger Aufmerksamkeit erhalten. Betroffene, Angehörige, Medizinerinnen und Mediziner, Ökonomen und Patientenvertretende zeigen spannende Perspektiven auf.

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Für manche Menschen – chronisch und schwer Kranke – bedeutet Corona oft doppelte Sorge: die Sorge sich anzustecken – womöglich sogar bei einem Aufenthalt in einer Ordination oder im Krankenhaus – und die Sorge, dass sich der eigene Gesundheitszustand verschlechtern könnte, wenn medizinische Leistungen nicht rechtzeitig in Anspruch genommen werden.

Andererseits ist für die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die Betreuung chronisch Kranker in Pandemiezeiten eine besondere Herausforderung. Diese Patientinnen und Patienten brauchen erhöhten Schutz vor einer Corona-Infektion und spezielle Versorgung, sollten sie doch eine COVID-19 Erkrankung durchmachen.

Das Krisenmanagement in Österreich hat sich auf das Management der COVID-19 Fallzahlen fokussiert. Vor den Corona Collaterals – den Kollateralschäden oder „Nebenwirkungen“ dieses Ansatzes – wird aber bereits seit dem Frühsommer gewarnt. Erste negative Folgen, gerade für chronisch und schwer kranke Menschen, werden sichtbar.

Der Podcast Corona Collaterals lässt dazu zwölf ausgewählte Betroffene, Menschen aus der Praxis sowie Expertinnen und Experten zu Wort kommen.

  • Was macht die Krise mit der Versorgung chronisch kranker Menschen?
  • Was werden die längerfristigen Folgen sein – für die Betroffenen, für das Gesundheitssystem?
  • Welche Lösungen und Best Practice haben sie gefunden?

Es erwarten Sie unter anderem Gespräche mit:

  • Dr. Gerald Bachinger, NÖ Patientenanwalt und Sprecher der Arge der Patientenanwälte Österreichs
  • Episode 1 | Dr. Gerald Bachinger
    Patientenanwalt
    Verunsicherung macht krank

    Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger spricht über das brutale Herunterfahren des Gesundheitssystems im ersten Lockdown, verschleppte Diagnosen und Behandlungen und aktuelle Hot Spots für PatientInnen. Er kritisiert die Hü-Hot Politik im Krisenmanagement, zeigt aber auch gute Ansätze auf und weist anhand internationaler Beispiele den Weg zu patientenorientierten Lösungen. Digitalisierung spielt dabei genauso eine Rolle wie gezielt eingesetzte Anreizsysteme.

    Podcast Episode 1 » (Link zu austrianhealthforum.at)
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  • Dr. Maria Kletecka-Pulker, u.a. Geschäftsführerin der Plattform Patientensicherheit und Scientific Director des LBI Digital Health and Patient Safety
  • Episode 2 | Dr. Maria Kletečka-Pulker
    Plattform Patientensicherheit
    Corona hat Patienten verschiedener Klassen geschaffen

    Dr. Kletečka-Pulker fordert, den umfassenden Schutz der vulnerabelsten Gruppen zu forcieren und dafür die Einschränkungen für den Rest der Bevölkerung rascher abzubauen. Sie spricht über die Schwierigkeit "leise" Krankheiten zu kommunizieren, den Boost für bessere Hygienemaßnahmen und Dämpfer beim Patienten Empowerment als Auswirkungen der Krise und tritt für „intelligente Digitalisierung“ und eine Aufwertung der ärztlichen Betreuung ein, um die Versorgung auch für die Zeit nach der Krise zu verbessern.

    Podcast Episode 2 » (Link zu austrianhealthforum.at)
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  • Prof. Alexander Gaiger, u.a. Programmdirektor Telemedizin, e-Health, Machine Learning und Psychoonkologie des Comprehensive Cancer Center AKH
  • Episode 3 | Prof. Alexander Gaiger
    Onkologe und Psychotherapeut
    Anpassen an eine verrückte Normalität

    Prof. Gaiger erklärt, warum uns die Pandemie "anzipft", was der Unterschied zwischen Hoffnung und Illusion in der Krisenkommunikation ist, und warum es in Krisenzeiten Lösungen braucht, die vielfältige Perspektiven einbeziehen, es uns aber gerade dann schwer fällt zusammenzuarbeiten. Er berichtet von den Maßnahmen, die es dem Team an der Uniklinik für Innere Medizin am AKH Wien ermöglichen, KrebspatientInnen und deren Angehörige gut betreut durch die Krise zu bringen und welche Rolle dabei die Telemedizin spielt. Eine österreichweite telemedizinische Infrastruktur sieht er als Schlüssel dafür, vollwertige Betreuung von chronischen PatientInnen sicherzustellen - in dieser Pandemie und danach.

    Podcast Episode 3 » (Link zu austrianhealthforum.at)
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  • Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH
  • Episode 4 | Dr. Herwig Ostermann
    Gesundheit Österreich GmbH:
    Die Krise können wir nur gemeinsam in den Griff bekommen

    Dr. Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, sieht die Corona-Krise als Beschleuniger im Gesundheitswesen und benennt die Schwachstellen die nun besonders in den Brennpunkt gerückt sind. Er spricht über Technologie als Mediator und das Potential der Digitalisierung die Fragmentierung im System zu überwinden. Mit aktuellen Einblicken zeigt er, wie sich Corona auf die Versorgungslage ausgewirkt hat und schlägt einen Innovations-Mechanismus vor, um gute Initiativen schneller in der Breite anwenden zu können.

    Podcast Episode 4 » (Link zu austrianhealthforum.at)
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  • Dr. Bernhard Kadlec, Kaufmännischer Direktor Universitätsklinikum St. Pölten-Lilienfeld
  • Episode 5 | Dr. Bernhard Kadlec
    Universitätsklinikum St. Pölten-Lilienfeld:
    Die Krise hat auch einen Kollateralnutzen

    Dr. Bernhard Kadlec, Kaufmännischer Direktor des Uniklinikums St. Pöltern-Lilienfeld, blickt mit uns hinter die Kulissen des Klinikbetriebs und berichtet von langen Phasen, in denen nichts im Regelbetrieb gelaufen ist, aber auch von einem Wachsen und Zusammenwachsen des Klinik-Teams. Er gibt zahlreiche Beispiele dafür, wie die Krise Katalysator für positive Veränderung war - etwa für stärkere Zusammenarbeit über Funktionen, Standorte und Generationen hinweg sowie neue Versorgungsangebote für chronische PatientInnen. Anstöße aus der Krise sollten nun genutzt werden, um digitale Gesundheitsleistungen zu verbessern, Gesundheitsbürokratie zu verschlanken und Gesundheit als Teamleistung zu etablieren, die echte Anerkennung verdient.

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  • Dr. Thomas Szekeres, Präsident Österreichische Ärztekammer & Ärztekammer für Wien
  • Episode 6 | Dr. Thomas Szekeres
    Präsident Österreichische Ärztekammer &
    Ärztekammer für Wien
    Testen, Impfen, Reformieren!

    Ärztekammerpräsident Prof. Thomas Szekeres berichtet über die Probleme für chronisch Kranke im ersten Lockdown, verrät, was die Krise über unser Gesundheitssystem gezeigt hat und zeichnet eine Vision, in der Hausärzte aufgewertet und Ambulanzen von der Sozialversicherung finanziert werden.

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  • Prof. Dr. Susanne Kaser, stv. Direktorin Universitätsklinik Innere Medizin I Innsbruck & Präsidentin Österreichische Diabetes Gesellschaft
  • Episode 7 | Prof. Dr. Susanne Kaser
    stv. Direktorin Universitätsklinik Innere Medizin I Innsbruck & Präsidentin Österreichische Diabetes Gesellschaft
    Diabetes: Undiagnostiziert auf der COVID-Intensivstation

    COVID und Diabetes haben mehr mit einander zu tun als auf den ersten Blick erwartet, erklärt Prof. Dr. Susanne Kaser, Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft: Jeder zweite Covid- Intensivpatient leidet unter Diabetes. Jeder vierte Diabetespatient weiß nicht, dass er betroffen ist. Und die Strategie um unter anderem das zu ändern, liegt seit vier Jahren unberührt in der Schublade.

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  • Dr. Maya Thun, Niedergelassene Internistin und Leiterin der Overlap-Ambulanz und der Osteoporose-Ambulanz am Wilhelminenspital Wien
  • Episode 8 | Dr. Maya Thun
    Niedergelassene Internistin und Leiterin der Overlap-Ambulanz und der Osteoporose-Ambulanz am Wilhelminenspital Wien
    Im Informations-Tsunami der Pandemie

    Internistin Dr. Maya Thun erzählt:

    • wie fehlende Krisenpläne und Ressourcenmangel die Regelversorgung an Krankenhäusern massiv eingeschränkt haben
    • warum unklare Kommunikation zu Angst führt und Angst Patienten und das System krank macht
    • wovon der Erfolg der Covid-Impfkampagne und vieler Therapien abseits medizinischer Faktoren abhängt.

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  • Dr. Thomas Wochele, Ärztlicher Leiter Caritas Wien und NÖ
  • Episode 9 | Dr. Thomas Wochele
    Ärztlicher Leiter der Caritas Erzdiözese Wien
    Mit „MindestANstand“ durch die Krise

    Dr. Thomas Wochele zeigt auf:

    • wie die Krise als Brandbeschleuniger für Einsamkeit und chronische Erkrankungen wirkt,
    • wo Digitalisierung zum „Kaufhaus-Österreich“ der Gesundheitspolitik werden könnte und
    • warum wir unserem Hausarzt mehr vertrauen sollten als Google, Apple oder Facebook.

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  • Assoc. Prof. Dr. Kathryn Hoffmann, Medizinische Universität Wien
  • Episode 10 | Assoc. Prof. Dr. Kathryn Hoffmann
    Medizinische Universität Wien
    Ungenützte Chancen im Kampf gegen Corona

    Assoc. Prof. Dr. Kathryn Hoffmann zeigt:

    • warum Primärversorgung helfen kann, die Intensivstationen zu entlasten,
    • was andere Länder im Krisenmanagement besser machen und
    • dass wir uns auf eine neue chronische Erkrankung einstellen müssen: Long-Covid.

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  • Prof. Dr. Marija Balic, Brustkrebs-Spezialistin
  • Episode 11 | Prof. Dr. Marija Balic
    Brustkrebs-Spezialistin
    Mehr Freiheit für Patienten

    Die Brustkrebs-Spezialistin Prof. Dr. Marija Balic spricht über die Erfahrungen von COVID-Ausbrüchen auf der Krebsstation, erzählt von ihrer eigenen COVID-Erkrankung und zeigt, wie es bald mehr Freiheit für jeden Einzelnen im Kampf gegen das Virus geben könnte.

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  • Elisabeth Jodlbauer-Riegler, Obfrau Cystische Fibrose Hilfe OÖ
  • Mag. Jürgen E. Holzinger, Obmann Chronisch Krank

In der dreizehnten Episode werden Einsichten aus den Gesprächen in eine Lösung-Matrix verwoben.

COVID-19-Management für stationäre Alten – und Pflegeeinrichtungen

Online Evaluationskonferenz

Das Jahr 1 liegt hinter uns. Bewegt blicken wir auf schwierige Monate der Pandemie-Bewältigung zurück: auf Undenkbares, auf Unmögliches, aber auch auf Ermutigendes. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die bisherigen Strategien reflektieren, voneinander lernen und in die Zukunft schauen.

Die Online-Evaluationskonferenz für stationäre Alten- und Pflegeeinrichtungen skizziert praktische Lösungen der Krisenbewältigung in der täglichen Praxis und stellt bewährte Konzepte der Angehörigenarbeit sowie der Zusammenarbeit mit Hausarztpraxen und Krankenhäusern vor. Wir reflektieren die Impfstrategie für Pflegeheime und widmen uns der ethischen Dimension der Bewohnerfürsorge in dieser besonderen Situation.

Folgende Referent*innen berichten aus der Praxis:

  • Kathrin Jung, Leiterin des diakonis Seniorenzentrums in Detmold
  • Dr. Irmgard Landgraf, Fachärztin für Innere Medizin und Hausärztin, Lehrärztin der Charité für das Fach „Allgemeinmedizin“, Vorstandsmitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit
  • Dr. Theodor Windhorst, ehem. Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, heute Leiter des Impfzentrums Bielefeld
  • Dr. Ralf Siepe, Ärztlicher Leiter der zentralen Notaufnahme der Niels-Stensen-Kliniken im Marienhospital in Osnabrück
  • Pastorin, Dr. Johanna Will-Armstrong, Vorständin der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld
  • Christoph Loré, Geschäftsführer der Gemeinnützige Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA) mbH in Langenlonsheim

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende aller Berufsgruppen in stationären Alten- und Pflege­heimen. Die Teilnahme ist kostenlos.

  • Termin: Mittwoch, 17. März 2021, 14:00 - 17:30 Uhr
  • Virtuelle Konferenz
  • Anmeldung »

„Die COVID-19 Impfung für Gesundheitsberufe aus rechtlicher Perspektive“

Expertengespräch

Das Institut für Ethik und Recht in der Medizin, die Plattform Patientensicherheit sowie das Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Patient Safety haben am 27.1.2021 ein Online-Expertengespräch zum Thema „Die COVID-19 Impfung für Gesundheitsberufe aus rechtlicher Perspektive“ organisiert.

Im Zusammenhang mit der COVID-19 Impfung stellen sich zahlreiche rechtliche Fragen, insbesondere für Angehörige der Gesundheitsberufe bzw. für Institutionen im Gesundheits- und Pflegebereich: Inwieweit kann man Mitarbeiter*innen verpflichten, sich impfen zu lassen? Welche Rechte haben Mitarbeiter*innen in diesem Zusammenhang? Wer übernimmt die Haftung, wenn im Zuge einer Impfung ein Schaden eintritt? Welche Schutzpflichten hat man als Gesundheitsdiensteanbieter gegenüber den Patient*innen und Mitarbeiter*innen?

Expert*innen aus den Bereichen des Arbeits-, Dienst- und öffentlichen Rechts sowie Haftungsrechts haben die einzelnen rechtlichen Fragestellungen diskutiert.

Experten:

  • Hon.-Prof. Dr. Gerhard Aigner Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Wien
  • Hon.-Prof. Dr. Markus Grimm, MBA Rechtsabteilung, Medizinischen Universität Wien
  • Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Gruber-Risak Institut für Arbeits- und Sozialrecht, Universität Wien
  • Univ.-Prof. Dr. Karl Stöger Institut für Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Wien
  • Prof. Dr. Harald Willschke Ludwig Boltzmann Institut for Digital Health and Patient Safety, Wien

Moderation:

  • Dr. Maria Kletečka-Pulker Institut für Ethik und Recht in der Medizin, Wien

Das Gespräch wurde aufgezeichnet und ist hier verfügbar: