Universität Wien
Inhalte und Ziele:
Der Schwerpunkt dieses Universitätslehrgangs liegt auf der direkten Verbindung zwischen Theorie und Praxis für innovative Ansätze zur Verbesserung von Sicherheit im Gesundheitswesen. Von daher leiten sich wesentliche Ziele ab:
- Ganzheitliche Wissensvermittlung im Feld von Patientensicherheit, Risikomanagement und Führung im Gesundheitswesen
- Lernen und Lehre im multiprofessionellen Team
- Praktischer Kompetenzerwerb, insbesondere von „non-technical skills" wie Kommunikation, Umgang mit Stress und Konflikten
- Entwicklung einer reflektierten Haltung in der Auseinandersetzung mit Risiken und Fehlern
- Kenntnis der medizinrechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen
- Systemische Krisenkommunikation nach innen und außen
Der unmittelbare Praxisbezug kommt nicht nur in mehreren Modulen (z.B. „Praxis Faktor Mensch", „Systemische Analysen und Interventionen"), sondern auch in einem eigenen Praxisprojekt im Bereich von Patientensicherheit zum Ausdruck.
Durch E-Learning gestützte Blockveranstaltungen wird ein intensives und prozessorientiertes Arbeiten sichergestellt. Selbststudienanteile nach jedem Lehrgangsblock und individuell-kollegialer Austausch ergänzen die eigene Reflexion.
Zielgruppe:
Der Universitätslehrgang richtet sich nicht allein an ÄrztInnen, sondern an alle im Gesundheitswesen tätigen Personen und Professionen. Die Integration und Beteiligung der Pflegeberufe und der psychosozialen Disziplinen an einer neuen Dimension von Sicherheit und Qualität im Gesundheitswesen ist eine unabdingbare Grundlage, um die wichtigen Ziele dieses Lehrganges zu erreichen. Im weiteren Kreis sind zudem alle Berufe angesprochen, die im Gesundheitswesen maßgeblich mit Sicherheit und Qualität zu tun haben: JuristInnen, ÖkonomInnen etc. Idealerweise haben die TeilnehmerInnen ausreichende Praxiserfahrung, wenn möglich auch in interprofessionellen Teams oder mit Leitungsverantwortung.
Der Universitätslehrgang befähigt die AbsolventInnen zur Übernahme von verantwortlichen Positionen in allen Bereichen des Gesundheitswesens (im stationären, ambulanten und niedergelassenen Bereich) z.B. Leitung von Risiko- und Qualitätsmanagement, Leitungsrollen in Einrichtungen sowie Bereichsverantwortung bei Trägerorganisationen.
Zulassungsbedingungen:
(1) Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätslehrgang „Patientensicherheit und Qualität im Gesundheitssystem" ist:
a. ein fachlich in Frage kommendes im In- oder Ausland erfolgreich abgeschlossenes Bakkalaureat-, Bachelor-, Magister- , Master-, Diplomstudium oder Doktorat, ODER
b. ein anderes fachlich in Frage kommendes gleichwertiges, an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung erfolgreich abgeschlossenes Studium (mind. 180 ECTS).
(2) Es können auch Personen in den Universitätslehrgang aufgenommen werden, die kein abgeschlossenes Universitätsstudium nachweisen können. Voraussetzung ist hier, dass diese über die allgemeine Universitätsreife sowie über eine einschlägige, mindestens 5-jährige Berufserfahrung in leitender Position verfügen. Über die Gleichwertigkeit hat die Lehrgangsleiterin oder der Lehrgangsleiter zu entscheiden.
| Dauer | 4 Semester |
| Umfang | 90 ECTS |
| Sprache | Deutsch |
| Lehrgangsbeitrag | EUR 13.800,- |
| Abschluss | „MSc - Master of Science in Quality and Safety in Healthcare" |
| Beginn | Nächster Lehrgang: November 2013 |
| Lehrgangsleitung | Dr. Maria Kletečka-Pulker |
| Kontakt | Mag. Daniela Fritz Program Assistent |
| Mehr Infos | Postgraduate Center Universität Wien |